KMU·Praxis

Werkzeug

Kontokosten-Rechner für Ihr Geschäftskonto

Die Grundgebühr sagt wenig darüber, was ein Geschäftskonto wirklich kostet. Entscheidend sind Ihre Buchungen, Karten und Bargeldvorgänge. Tragen Sie die Werte aus dem Preisverzeichnis eines Angebots ein und sehen Sie die Kosten für ein ganzes Jahr.

Geprüft im November 2026. Die Regeln zu Echtzeitüberweisungen stammen von der Deutschen Bundesbank. Die Beispielwerte sind Annahmen, keine Preise eines bestimmten Anbieters.

Schreibtisch mit Taschenrechner, Kontoauszug, Bankkarte und Münzen, eine Hand hält einen Bleistift

So nutzen Sie den Rechner

  1. Eigenen Bedarf schätzen: Zählen Sie auf Ihren Kontoauszügen der letzten drei Monate alle Ein- und Ausgänge und teilen Sie durch drei.
  2. Preise eintragen: Übernehmen Sie Grundgebühr, Inklusivbuchungen und Einzelpreise aus dem Preisverzeichnis des Angebots.
  3. Vergleichen: Rechnen Sie jedes Angebot einzeln durch und notieren Sie das Ergebnis.

Zum Ausprobieren können Sie eines der beiden Beispiele laden. Die Werte sind ausgedacht und sollen nur typische Situationen zeigen.

Beispielwerte laden (Annahmen)
Nur bei befristeten Aktionen. Für das zweite Jahr rechnen Sie mit 0.
Echtzeitüberweisungen dürfen im Euroraum nicht mehr kosten als eine vergleichbare normale Überweisung. Der Rechner zählt sie deshalb wie normale Buchungen.
Steht im Preisverzeichnis ein Jahrespreis, teilen Sie ihn durch 12.
Bei Preisen in Prozent: Betrag je Einzahlung mal Prozentsatz, z. B. 1.000 € × 1,5 % = 15 €. Bei Preisen „je angefangene 5.000 €“: Zahlen Sie z. B. 7.000 € ein, zählen zwei Stufen. Kommt ein Preis je Buchungsposten dazu, addieren Sie ihn.
Sind die Preise ohne Umsatzsteuer angegeben?
Manche Anbieter nennen Preise „zzgl. USt.“. Im Zweifel steht es im Preisverzeichnis.

Der Rechner vereinfacht. Nicht berücksichtigt sind zum Beispiel beleghafte Überweisungen am Schalter, Auslandszahlungen, Kontoauszüge per Post, Gebühren fremder Geldautomaten und Kreditkarten. Er sagt nichts darüber, welches Konto für Sie passt; dafür helfen die Auswahlkriterien.

Welche Kosten oft übersehen werden

PostenWorauf Sie achten sollten
BuchungenZählt nur der Ausgang oder auch jeder Eingang? Zählen Lastschriften mit? Bei manchen Banken wird jede Zahlung in einer Sammelüberweisung einzeln berechnet.
EchtzeitüberweisungSeit dem 9. Januar 2025 darf sie im Euroraum nicht mehr kosten als eine normale Überweisung gleicher Art. Seit dem 9. Oktober 2025 müssen Zahlungsdienstleister im Euroraum anbieten, sie auch zu senden.
KartenIst nur eine Karte für den Inhaber dabei? Zusatzkarten für Mitarbeitende kosten oft extra, manchmal gibt es gar keine.
Bargeld einzahlenFür Betriebe mit Barumsatz oft der größte Posten. Manche Konten erlauben Einzahlungen nur am Schalter, andere nur in kleinen Beträgen pro Monat.
AktionenBefristete kostenlose Monate senken nur das erste Jahr. Rechnen Sie auch das zweite Jahr ohne Aktion.
NichtnutzungEinzelne Anbieter berechnen eine Gebühr, wenn das Konto längere Zeit nicht genutzt wird.

Beispiel: So viel macht der Bedarf aus

Annahme: Ein Konto kostet 9 € im Monat, 30 Buchungen sind enthalten, jede weitere kostet 0,20 €. Mit 25 Buchungen im Monat zahlen Sie 108 € im Jahr. Mit 130 Buchungen kommen 100 zusätzliche Buchungen im Monat dazu, also 20 € im Monat oder 240 € im Jahr. Die Jahreskosten steigen dann auf 348 €. Ein Konto mit höherer Grundgebühr und mehr Inklusivbuchungen kann in diesem Fall günstiger sein.

Unsere Einschätzung: Für Betriebe mit vielen Buchungen ist der Preis je Buchung wichtiger als die Grundgebühr. Für Betriebe mit viel Bargeld zählen vor allem die Einzahlungskosten.

Häufige Fragen

Woher bekomme ich die Preise?

Aus dem Preis- und Leistungsverzeichnis des Anbieters. Die meisten Anbieter stellen es auf ihrer Website bereit. Achten Sie auf das Stand-Datum, die Preise ändern sich häufig.

Kostet eine Echtzeitüberweisung extra?

Sie darf nicht mehr kosten als eine vergleichbare normale Überweisung. Das schreibt die EU-Verordnung über Echtzeitüberweisungen vor; die Deutsche Bundesbank erklärt das in ihren Fragen und Antworten. Ist eine normale Überweisung im Tarif enthalten, gilt das auch für die Echtzeitüberweisung gleicher Art.

Wie zähle ich meine Buchungen?

Nehmen Sie die Kontoauszüge der letzten drei Monate und zählen Sie jede Zeile mit einem Betrag, also Eingänge, Ausgänge und Lastschriften. Kartenzahlungen sind bei vielen Anbietern kostenlos; prüfen Sie das im Preisverzeichnis.

Sind Kontogebühren Betriebsausgaben?

Gebühren eines betrieblich genutzten Kontos sind in der Regel Betriebsausgaben. Wie Sie sie verbuchen, klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.

Speichert der Rechner meine Eingaben?

Nein. Die Berechnung läuft nur in Ihrem Browser. Es werden keine Daten an uns übertragen.

  1. Deutsche Bundesbank: Fragen und Antworten zu Echtzeitüberweisungen und Empfängerüberprüfung (abgerufen November 2026)
  2. ING: Fragen zum Geschäftskonto, Abschnitt Nichtnutzungsgebühr und Karten (abgerufen November 2026)
  3. Postbank: Preisinformation Business Giro, Stand 1. Juni 2026, Abschnitt Bargeldeinzahlung und Buchungsposten (abgerufen November 2026)

Weiterlesen